Nach Feuerland und zurück
Unsere Reise durch Südamerika
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Links zu unseren Fotos

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Auf Wunsch folgt hier eine Liste mit den direkten Links zu unseren im Laufe des Urlaubs entstandenen Fotosammlungen im Netz:

  • 1. Buenos Aires bei Mandy
  • 2. Natur auf der Halbinsel Valdés
  • 3. Der Süd-Süden: Ushuaia
  • 4. El Calafate
  • 5. Nationalpark Torres del Paine
  • 6. Insel Chiloé
  • 7. Naturparadies Pucón
  • 8. Hauptstadt Santiago
  • 9. Am Pazifik

Viel Spaß beim Betrachten!

CH


Januar 19th, 2009 |

Tags: Fotos




Résumée III: Tipps und Nicht-Empfehlenswertes

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Restaurants:

In Santiago:

Tipp: Das Café im Museum unter der Moneda (dem Präsidentenpalast) ist klimatisiert, modern, gepflegt, und bietet z.B. ein hervorragendes Ave con Palta-Sandvich (Geflügelsalat mit Avocado auf geröstetem Brot). Sehr lecker, sofern das Brot nicht verbrannt ist…

No-Go: Die Restaurants rund um die Plaza de Armas haben alle ihren Preis aufgrund der Lage, die Qualität lässt dann aber zu wünschen übrig. Ein großes Restaurant am Mercado Central, dem großen Fischmarkt am Rio Mapocho wirbt die Leute geradezu aggressiv von der Straße an. Innen wird einem dann vom Kellner das teuerste Gericht empfohlen, was jedoch nicht unbedingt auf die Qualität schließen lässt.

In Vina del Mar:

Tipp: Delicias del Mar, Restaurant in der Paralellstraße zur Küstenpromenade / Ecke Norte 5. Sehr netter Service und leckere Fischgerichte.

No-Go: Alles, was einem seltsam vorkommt. Wenn sich zum Beispiel die Kellner der Restaurants regelrecht um die Gäste reissen, die Restaurants aber alle nicht so besonders aussehen…wir haben aus Santiago gelernt…

In Valparaiso:

Tipp: Auf dem Cerro Alegre, am Ende einer Sackgasse muss man ein paar Stufen hinabsteigen, um zu dem schönen Restaurant in einem mit gelbem Wellblech verkleideten Haus zu gelangen. Der Pastel de Choclo belohnt für den langen Weg.

No-Go: Haben wir keines kennen gelernt.

Unterkünfte:

No-Go’s:

El Calafate: Che Lagarto: Nagelneues, trendiges, schickes Hostel. Modern gestylt, Innenhof mit Blick in den Himmel, Billardtische, Bar und gesellige Athmosphäre. Leider lernt man hier in Natura, was Pfusch am Bau ist. In den Zimmern kriegt man alles mit, was draußen so passiert. Null Schall-Isolierung. Außerdem zu große Türknäufe, mit denen man sich dann die Finger an der Türe klemmt, knarzende Türen und rumorige Treppen, außerdem langsames Internet und der Service läuft auch erst an (Die Milch beim Frühstück war alle. Kommentar des Mädels bei der Frühstücksausgabe: “Du kannst ja welche kaufen gehen.” Na, danke auch.)

Santiago: Casa Roja: Wunderschönes Altbauhaus, sehr nett restauriert. Sollte man sich auf jeden Fall einmal ansehen. Solch wunderschöne Gebäude sollten ganz gewiss erhalten bleiben, gerne auch als Nachtquartier für Reisende. Dann aber bitte mit Hinweis darauf, dass Ohrstöpsel unerlässlich sind. In den Zimmern hört man nämlich alles, was im ganzen Haus passiert.

Puerto Natales: No-no-no-never-ever-go: El Sosiego. Sehr hippiemäßig, alles riecht nach Räucherstäbchen. Für Reisende mit bescheidenen Ansprüchen an Komfort und Sauberkeit sicher ok, aber definitiv kein Ort, um zu zweit gemütlich die Weihnachtstage zu verbringen. (Das Doppelzimmer war die reinste Gruft!).

Tipps:

Puerto Madryn: El Gualicho: Sauber, ordentlich, vermitteln gute Touren. Zu empfehlen.

Ushuaia: La Posta: Ebenfalls sauber, nettes Personal, schönes, verwinkeltes Gebäude, gut geheizt, preiswerter Wäsche-Service (lediglich 50 Cent für das Waschmittel), leider etwas ab vom Schuss. Dafür ist man schnell am Flughafen.

Puerto Natales: El Rincón: Nette, saubere, ruhige, familiengeführte Herberge, in einer Seitenstraße gelegen. Nur Doppelzimmer mit eigenem Bad. 20 US$ pro Nacht und Nase. An Weihnachten ist das schon mal ok. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der NoGo am gleichen Ort das selbe gekostet hätte.

Pucón: Hospedaje Wohlenberg: Zu Eric und Elisabeth mit ihrem kleinen Helmut (8 Jahre) würde ich immer wieder fahren. Nettes, kleines Hostel mit Familienanschluss. Und sie haben mich tatsächlich wiedererkannt.

Vina del Mar: Casa del Sol: Ninfa Rojas zweites Hostel in der Nähe der Reloj de Flores (Blumenuhr). Ruhiges, gepflegtes Quartier, ebenfalls mit Doppelzimmern mit eigenem Bad, sauber und liebevoll eingerichtet. Pudelchen Estrella (Stern) und Katze Luna (Mond) sorgen für das lauschige Flair. Die Wirtin und ihre Tochter geben die richtigen Tipps für Ausflüge und Restaurants.


Januar 10th, 2009 |



Résumée II: Trinken

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Im Bereich des Erfrischenden und Berauschenden gab es auch einiges, was es hier nicht gibt:

  • Mote con Huesillos: In einen Plastikbecher wird ein großer Löffel weichgekochte Getreidekörner gegeben, das ganze wird mit eingeweichten getrockneten Pfirsichen und Pfirsischen aus der Dose bedeckt und mit einer Mischung aus kaltem schwarzen Tee und Pfirsichsaft aufgefüllt. Sehr erfrischend bei 30° C im Schatten in Santiago.
  • Jugos Naturales: Frische Säfte überall! Eventuell etwas verdünnt oder gesüsst, auf jeden Fall aber immer sehr erfrischend und aus richtigen Früchten zubereitet  sind Säfte aus Himbeeren / Erdbeeren/ Mangos / Orangen oder Chirimoya.
  • Was im Gegensatz hierzu immer schwer zu bekommen ist: Frischer Saft aus dem Supermarkt. Überall gibt es nur Nektar oder mit Zucker versetzte, verwässerte Getränke.
  • Schlimm: Es ist schwer, richtigen Kaffee zu bekommen. Vor allem zum Frühstück in den Hostels oder unterwegs bekommt man immer nur Pulverkaffee. Richtiger aufgebrühter Bohnenkaffee ist ein echter Luxus, findet jedoch (zum Glück!) immer mehr Verbreitung.
  • Mate-Tee: In Argentinien das Nationalgetränk: Eine Kalebasse (Gefäß aus kleinem Kürbis) wird zu 2/3 mit Mate-Tee-Pulver (Hierba de Mate) gefüllt und dann mit 80° C heißem Wasser aufgefüllt. Durch einen Strohhalm mit Filter (Bombilla) wird das heiße Wasser durch das Mate-Pulver gesogen. Wenn kein Wasser mehr in der Kalebasse vorhanden ist, wird aus der Thermoskanne nachgeschenkt und an den nächsten weitergereicht. Alle trinken aus einem Halm. Wer sich beim Zurückreichen des Leergetrunkenen Mate-Bechers an den Ausschenker (mit der Thermoskanne) bedankt, bedeutet diesem so, dass er genug hatte. Gibt man den Becher wortlos zurück, wird man in der nächsten Runde wieder bedacht.

Januar 10th, 2009 |



Résumée I: Essen

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Sicher werdet Ihr Euch bei der Lektüre unserer Texte auch gefragt haben, wovon wir die ganze Zeit da unten gelebt haben. Was isst man denn im Allgemeinen so in Südamerika?

Vorweg: Es gibt nicht die südamerikanische Küche an sich und die Einflüsse in Argentinien (deutsche, italienische, spanische, indigene) sind sicher andere als in Chile (andere indigene, da andere Landschaft, auch deutsche, spanische…), als in Peru, Bolivien usw. Anbei haben wir ein paar Sachen notiert, die wir als absolut erwähnenswert erachten und die Ihr bei Gelegenheit mal probieren solltet:

  • Empanadas: In fast allen südamerikanischen Ländern kann man die eine oder andere Form von Empanadas finden. In Chile sind sie im Schnitt etwas größer als in Argentinien. Während man in Argentina 2-3 Empanadas zum satt werden braucht, reicht dafür in Chile meist ein einzelnes gefülltes Gebäckstück dafür aus. Es gibt sie im Ofen gebacken aus Blätterteig oder Empanadateig (Chile) oder im Ofen gebacken oder fritiert (Argentinien). In Chile gibt es die klassische Empanadafüllung mit kleingehacktem Fleisch (nicht mit Hackfleisch!), Zwiebeln, Oliven und einem halben hart gekochten Ei. Andere Füllvarianten sind Käse, Schinken, Champignons (selten) sowie Empanadas de Marisco (mit Meeresfrüchten). In Argentinien kann man sich grundsätzlich alles in einer Empanada vorstellen, was auch auf eine Pizza passt, bzw.  es wird auch mit Soßen experimentiert (z.B. weiße Soße und Champignons). Sehr lecker. Unbedingt ausprobieren!
  • Assado: Argentinien ist für seine riesigen Weideflächen für Rinder bekannt (Pampa & Co.). Und was wird aus diesen vielen Rindern? Assado! Gegrilltes in allen Formen und Varianten. Vor allem bekommt man aber in argentinischen Restaurants schon für wenig Geld wahnsinns-Rindersteaks (genau auf den Punkt gebraten), für die man hierzulande ein Vermögen bezahlen müsste. Sehr lecker! (Nix für Vegis!)
  • Pastel de Choclo (”Maiskuchen”): Nicht süß, sondern deftig. Eine chilenische Spezialität, die wir lange suchen mussten, da gerade keine Choclo (=Mais)-Zeit war. In Valparaiso wurden wir jedoch fündig, in einem versteckten Restaurant auf dem Cerro Alegre (=”fröhlicher Hügel”). Gehacktes Rindfleisch und Streifen von Hühnerfleisch zusammen mit Zwiebeln und gekochtem Ei waren in einer kleinen Auflaufform unter einer Haube aus gezuckertem Maisbrei gebacken. Ebenfalls sehr lecker.
  • Humitas: Da wir gerade beim Kapitel Mais sind. Maismehl wird mit Zwiebeln, einer Prise Chilli, Gewürzen und Milch vermischt und portionsweise in Maisblätter eingeschlagen und darin gegart. Kann mit Zucker und Butter gegessen werden. Oder hinterher nochmal in  Butter anbraten. Hat was. Und macht sehr sehr satt.
  • Dulce de Leche (arg.) oder Manjar (chil.): Karamel-Universal-Brotaufstrich. Dient auch als Kuchenfüllung. Karamelisierter Zucker wird mit süßer Kaffeesahne eingekocht, bis die streichfähige Masse entsteht, die in Chile und Argentinien Crêpes, Kekse, Kuchen oder Churros füllt, pur auf’s Brot gegessen wird oder  oder oder… kann süchtig machen.
  • Churros: Jeder Spanienreisende sollte dieser kleinen Schweinerei schon mal begegnet sein. Dort kennt man sie als Churros con Chocolate: Schmalzgebäck, das in puddingdicke heisse Schokolade gedippt gegessen wird. Nix für die schlanke Linie, aber lecker. In Chile kennt man die Churros auch. Hier werden sie aber (light-Version) mit Puderzucker bestäubt oder mit Dulce de Leche gefüllt.
  • Hallulla: Chilenische, flache runde Brötchen aus Weizenmehl, dennoch sehr lecker und duftend! Haben uns gefragt, warum es so etwas leckeres bei uns nicht gibt. Die Chilenen schleppen die Dinger säckeweise aus dem Supermarkt nach Hause.
  • Palta (Avocado): Hat in Chile einen ganz anderen Stellenwert als bei uns. Kann dort kiloweise für wenig Geld erworben werden in verschiedenen Sorten und Größén. Sie sind richtig reif und lecker-aromatisch und fast jedes Fast-Food-Restaurant belegt die Burger statt mit Salat auch mit Palta und Tomaten.  Das ersetzt dann fast die Mayonaise. Und wenn die Avocado dann noch so richtig schön cremig und das Brot so richtig schön warm angeröstet ist… probiert doch einfach mal eine Scheibe frisch geröstetes Toastbrot mit frischem Kochschinken und ein paar Scheiben reifer Avocado… Ihr werdet es nicht bereuen.

Januar 10th, 2009 |



Heimreise: von 30 runter auf -5 C°

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Vorweg schonmal: Wir sind nach einer erwartungsgemäß langen Rückreise wieder wohlbehalten im winterlichen Deutschland angekommen.

Einen größeren Temperaturunterschied haben wir beide bisher noch nicht erlebt: aus dem sommerlich heißen Santiago mit etwa 30 C° bei schönstem Sonnenschein haben wir uns am Mittwoch gegen Mittag von Chile verabschiedet und sind in eine Maschine der SwissAir Fluggesellschaft (auf dem Weg nach Zürich mit einem Zwischenstopp in Sao Paolo) eingestiegen. In Sao Paolo starteten wir dann nach einiger Verspätung abends gegen halb neun Uhr Ortszeit mit Lufthansa gen Frankfurt. Flugzeit: 11h 40min.

Die Nacht war mangels Fußfreiheit und nur bedingt absenkbarer Rückenlehne sowie aufgrund des diffusen Brummens des Flugzeuges und der Anwesenheit diverser Kleinkinder, die das Flugzeug auch nicht so bequem fanden, nicht gerade erholsam. Dafür verlief der Flug aber zuverlässig und reibungslos. Das Personal war auch sehr nett und verteilte hin und wieder sogar Getränke gegen trockene Flugzeugluft.

Leider mussten wir auf dem Flughafen in Frankfurt dann eine Stunde länger als geplant auf unseren Weiterflug warten. Angeblich hatten die Portugiesen Schwierigkeiten mit der Startbahnräumung nach einem Wetterumschwung, was zu Verzögerungen bei unserer Maschine geführt hatte. Dann ging es aber doch weiter Richtung Norden. Aus dem Flugzeug sahen wir ein puderzuckerweis eingeschneites Deutschland, soweit das Auge reichte.

Aus der Luft konnten wir beim Landeanflug in Hamburg die letzten Schneereste erspähen, was uns auf die noch recht frostigen Temperaturen hinwies. Zum Glück hatten wir entsprechende Kleidung dabei: einerseits, weil wir uns für das kühle Feuerland gerüstet hatten und andererseits hatten wir in Chile hier und da bei einigen Gelegenheiten mit günstiger Winterkleidung aus Wolle zugeschlagen. So ließen sich die frostigen Temperaturen aushalten - ein ordentlicher Temperaturschock war es aber schon.

Glücklicherweise war unser Gepäck bei dem vielen Umsteigen (aufgegeben hatte wir es ja in Santiago) nicht verloren gegangen und so konnten wir ganz fix am Flughaufen in die S-Bahn steigen, die hier seit kurzem eine eigene Anbindung hat. Schließlich waren wir dann so gegen 15h am Donnerstag wieder zuhause. Ziemlich müde, aber glücklich über die reibungslose Heimreise.

Wer sich fragt, ob die Zeitumstellung auf uns irgendwelche Auswirkungen hatte: früher haben wir nicht bis halb ein Uhr mittags durchgeschlafen…


Januar 10th, 2009 |

Tags: Flug, Heimreise, Santiago




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